Chinesische Arzneimitteltherapie

Die chinesische Arzneimitteltherapie stellt eine der Säulen der traditionell chinesischen Medizin dar. Sie ist vergleichbar mit den pflanzlichen Mitteln der westlichen Medizin. Unter anderem durch die Hexenverbrennungen in Europa ist im Mittelalter jedoch viel Wissen um unsere Heilkräuter verloren gegangen. In China wurde dagegen über 2000 Jahre kontinuierlich Erfahrung mit pflanzlichen Arzneimitteln gesammelt.

Bei der Verwendung von pflanzlichen, chinesischen Arzneimittel muss auf Herkunft, Qualität und Schadstoffbelastung geachtet werden. Die von uns rezeptierten Mischungen erhalten sie aus der Apotheke und sind diesbezüglich überprüft und sicher.

Die Heilkräuter werden aufgrund der zuvor durchgeführten chinesischen Diagnostik ausgewählt. Neben pflanzlichen Mitteln finden auch mineralische Mittel und vereinzelt tierische Mittel Verwendung. In Deutschland und schon gar nicht in meiner Praxis werden Mittel angewendet, die von geschützten Pflanzen oder Tieren stammen. Ebenso verzichten wir auf Auszüge von Fäkalien, wie dem Urinstein junger Knaben, etc. Die in meiner Praxis rezeptierten  Arzneimittel sind somit den westlichen pflanzlichen Mittel vergleichbar. Das Wissen um die chinesischen Heilpflanzen ist jedoch aufgrund der genannten Historie umfassender und detaillierter. Als Ergänzung zur Akupunkturbehandlung verwenden wir deshalb auch diese Therapiemöglichkeit.

Die individuellen zusammengestellten Heilkräutermischungen müssen nach Anleitung ausgekocht und abgesiebt werden. Den Sud füllt man in Flaschen. Um einen intensiveren Extrakt zu erhalten kann man die Kräuter auch zweimal auskochen oder gleich im Dampfdrucktopf. Das Rezept ist in der Regel für eine Anwendung über drei Wochen berechnet. Dann sollte überprüft werden, ob die Mischung gemäß den verbesserten Beschwerden angepaßt oder verändert werden sollte. Die Anwendung dieser Kräuterextrakte kann durchaus über Wochen oder Monate erfolgen je nach Entwicklung der Krankheitssymptome.